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<title>Nahda</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Nahda</span></h1>
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<p>Als <b>Nahda</b> (<a href="Arabische_Sprache" title="Arabische Sprache">arabisch</a> <bdo dir="ltr"><bdi dir="rtl" lang="ar" class="arabic spanAr" style="unicode-bidi:isolate;font-size:120%;">النهضة العربية</bdi></bdo>, <a href="DIN_31635" title="DIN 31635">DMG</a> <i><span lang="ar-Latn" style="font-style:italic">an-nahḍa al-ʿarabīya</span></i>) wird eine kulturelle intellektuelle Bewegung in einigen arabischen Ländern im 19. und 20. Jahrhundert bezeichnet, die bis heutige enormen Einfluss auf arabische Gesellschaften ausübt. Als Zentren der Bewegung gelten <a href="%C3%84gypten" title="Ägypten">Ägypten</a> sowie <a href="Syrien" title="Syrien">Syrien</a> und <a href="Libanon" title="Libanon">Libanon</a>, allen voran die beiden Städte <a href="Beirut" title="Beirut">Beirut</a> und <a href="Kairo" title="Kairo">Kairo</a>. In europäischen Sprachen bleibt der Begriff heute entweder unübersetzt oder wird als „Erwachen“ oder „arabische Renaissance“ dargegeben.
</p><p>Eine einheitliche Definition des Begriffs bezüglich seiner räumlichen und zeitlichen Einordnung, ebenso bezüglich seiner Themen und Protagonisten besteht bis heute nicht. Dessen ungeachtet erfährt die Nahda bis heute eine lebhafte, positive wie negative, Rezeption, während manche Autoren die Nützlichkeit des Begriffs an sich in Frage gestellt haben.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Definitionen">Definitionen</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Begriffsgeschichte">Begriffsgeschichte</h3></div>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Bedeutung_des_Begriffs_heute">Bedeutung des Begriffs heute</h4></div>
<p>Hannah Scott Deuchar, die der Begriffsgeschichte einen Artikel gewidmet hat, sagt über den heutigen Gebrauch des Begriffs <i>nahḍa</i>, er sei am weitesten verbreitet als Bezeichnung einer Periode kulturellen, sprachlichen und politischen Wandels, der sich in der arabischsprechenden Welt, insbesondere in Ägypten, Syrien und Libanon, im 19. und frühen 20. Jahrhundert abspielte.<sup id="cite_ref-:0_1-0" class="reference"><a href="#cite_note-:0-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die dominierenden Konnotationen des Begriffs Nahda seien demnach heute modernisierend, progressiv, liberal, säkular.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> So bezeichnete etwa Rainer Brunner 2024 die „kulturelle Erneuerung der Nahḍa“ als „der säkulare Moment“, dem eine „Salafisierung des Islam“ unter Nennung von islamischen Reformern <a href="Dschamal_ad-Din_al-Afghani" title="Dschamal ad-Din al-Afghani">Dschamal ad-Din al-Afghani</a> und <a href="Muhammad_Abduh" title="Muhammad Abduh">Muhammad ʿAbduh</a> und anderen, die häufig auch der Bewegung der Nahda zugerechnet werden.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Dem gegenüber stehen allerdings auch Darstellungen, die die Bedeutung der muslimischen Reformer deutlich betonen.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="nahḍa_in_der_Nahda"><span id="nah.E1.B8.8Da_in_der_Nahda"></span><i>nahḍa</i> in der Nahda</h4></div>
<p>Ebenso wie der Begriff heute unterschiedlich konnotiert wird, besteht in der Wissenschaft keine Einigkeit über den Zeitpunkt, wann das heute gängige Verständnis des Begriffs <i>nahḍa</i> allgemeiner Sprachgebrauch wurde. Jens Hansse und Max Weiss schreiben die Wortbildung dem osmanisch-libanesischen Gelehrten Ahmad Fāris al-Schidyāq (1804–87), ohne ein konkretes Datum dafür zu nennen.<sup id="cite_ref-:1_5-0" class="reference"><a href="#cite_note-:1-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Deuchar zeigt auf, dass der Begriff <i>nahḍa</i> jedoch noch 1870, alsdie Nahda nach weitverbreitetem Verständnis bereits in vollem Gange war, von <a href="Butrus_al-Bustani" title="Butrus al-Bustani">Butrus al-Bustani</a>, der selbst als einer der bedeutendsten Vertreter der Nahda gesehen wird, in seinem Wörterbuch <i>Muhit al-Muhit</i> noch keinen Bezug auf die Nahda als kulturelle Bewegung aufweist. Vielmehr definierte al-Bustani den Begriff als „Kraft, Energie, Stärke; daherstammend Bewegung auf etwas hin“. Dieser Gebrauch ähnelt der Definition im Wörterbuch <a href="Lis%C4%81n_al-%CA%BFArab" class="mw-redirect" title="Lisān al-ʿArab">Lisan al-ʿArab</a> aus dem 13. Jahrhundert. Allerdings etablierte sich zum 19. Jahrhundert hin eine stärkere Abstrahierung, von einer physischen Bewegung (Schritte) zum Abstraktum (physische) „Bewegung“ und die dafür aufgewendete Kraft.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>

<p>Der Begriff arabische <i>nahḍa</i> ist demnach keine <a href="Neusch%C3%B6pfung" title="Neuschöpfung">Neuschöpfung</a> der Nahda selbst, stellt aber eine bedeutende Neubesetzung eines bereits bestehenden Begriffs dar. Allerdings weist Deuchar darauf hin, dass der Begriff <i>nahḍa</i> während der Zeit der Nahda ein weitaus breiteres Bedeutungsspektrum als die heute üblichen Assoziationen beinhaltete.<sup id="cite_ref-:0_1-1" class="reference"><a href="#cite_note-:0-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Popularisiert wurde das Verständnis des Begriffs <i>nahḍa</i> als Beschreibung einer umfassenden kulturellen Bewegung durch den libanesischen Autor <a href="Dschurdsch%C4%AB_Zaid%C4%81n" title="Dschurdschī Zaidān">Dschurdschī Zaidān</a> in einem Aufsatz in seiner Zeitschrift <i><a href="Al-Hil%C4%81l_(Zeitschrift)" title="Al-Hilāl (Zeitschrift)">al-Hilāl</a></i> im Jahr 1892, wo er von einer „ägyptischen <i>nahḍa</i>“ schreibt. Unter dem Begriff beschreibt er implizit einen Anstieg nationaler Gefühl, die Motivation zu und Ausführung von kultureller Aktivität, eine energetische Kraft in der ägyptischen Gesellschaft und die ihm eigene Zeit des späten 19. Jahrhunderts. Mit dem Begriff beschreibt er gleichzeitig die Zeit des ägyptischen Herrschers <a href="Muhammad_Ali_Pascha" title="Muhammad Ali Pascha">Muhammad Ali Pascha</a> (reg. 1805–1848), als auch seine eigene Zeit, seit der britischen Besetzung Ägyptens 1882 nach dem Scheitern der <a href="Urabi-Bewegung" title="Urabi-Bewegung">Urabi-Revolte</a>.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Laut Deuchar bestand zu dieser Zeit noch ein weitaus breiteres Bedeutungsspektrum des Wortes <i>nahḍa</i>, so finden sich in <i>al-Hilāl</i> in Ausgaben der Folgejahre auch Beispiele, in denen die <a href="Pariser_Kommune" title="Pariser Kommune">Pariser Kommune</a> von 1871 und die Zeit des <a href="Abbasiden-Kalifat" title="Abbasiden-Kalifat">abbasidischen Kalifats</a> (750–1258).<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Zaidān kanonisierte den Begriff der Nahda letztlich in seiner Sammlung von „Biographien berühmter Personen des Ostens“ (<i>Tarāğim mašāhir aš-šarq</i>), die er zunächst in Serie in <i>al-Hilāl</i> 1901–02 und schließlich 1903 als Monographie veröffentlichte. Dabei nahm er aber neben heute noch der Nahda zugeschriebenen Personen auch den indisch-muslimischen Gelehrten und Reformer <a href="Sayyid_Ahmad_Khan" title="Sayyid Ahmad Khan">Sayyid Ahmad Khan</a>, den französischen in Ägypten wirkenden Arzt <a href="Antoine_Barth%C3%A9l%C3%A9my_Clot" title="Antoine Barthélémy Clot">Clot Bey</a> und den amerikanischen Missionar Cornelius Van Dyck in die Liste auf.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In den Folgejahren wurde der Begriff weiter etabliert, in den 1900er Jahren wurden mehrere Zeitschriften etabliert, die den Begriff <i>an-naḥda</i> im Titel tragen, in Damaskus wurde eine Nahda-Gesellschaft gegründet.<sup id="cite_ref-:1_5-1" class="reference"><a href="#cite_note-:1-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Periodisierung">Periodisierung</h3></div>
<p>Es besteht keine Einigkeit über den genauen Zeitrahmen des Phänomens der Nahda. Einen der längsten Zeitrahmen nimmt <a href="Albert_Hourani" title="Albert Hourani">Albert Hourani</a> in seiner grundlegenden Studie <i>Arabic Thought in the Liberal Age (1798–1939)</i> von 1962 in Augenschein. Das von ihm sogenannte <i>Liberal Age</i> (in der arabischen Übersetzung von 1997 <i>al-fikr al-ʿarabī fī ʿasr al-nahḍa</i><sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>, „Arabisches Denken im Zeitalter der Nahda“) datiert er auf die Zeit ab der <a href="%C3%84gyptische_Expedition" title="Ägyptische Expedition">napoleonischen Eroberung Ägyptens</a> bis zu Beginn des Zweiten Weltkriegs, also zwischen 1798 und 1939.<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der Beginn der Nahda wird alternativ auch auf die 1830er Jahre<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>, ab etwa 1850<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> oder auf die erste oder zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> datiert. Ebenso wie der Beginn der Nahda nicht einheitlich datierbar ist, gibt es auch unterschiedliche Ansichten über das Ende der Nahda. Eine Studie zu privaten Herausgebern in der Nahda behauptet, die meisten Darstellungen der Nahda enden mit dem Ersten Weltkrieg.<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der Philologie <a href="Peter_E._Pormann" title="Peter E. Pormann">Peter E. Pormann</a> datiert die Nahda auf die Jahre 1870–1950 und setzt damit ihr Ende noch nach Ende des Zweiten Weltkriegs an.<sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ein Biograph des ägyptischen Intellektuellen <a href="T%C4%81h%C4%81_Husain" title="Tāhā Husain">Taha Hussein</a> (1889–1973) „the last Nahdawi“.<sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Maha AbdelMegeed konstatierte 2024, der Beginn der Nahda werde meist auf 1798 datiert, seltener etwas locker auf in etwa die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts. Das Ende sei umstritten und werde auf die Zeit zwischen dem Zweiten Weltkrieg und der jetzigen Zeit datiert.<sup id="cite_ref-19" class="reference"><a href="#cite_note-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Geschichte">Geschichte</h2></div>
<p>Die Nahda-Bewegung steht für die Rückbesinnung auf die Zeit der großen Hoffnungen. Sie kann einerseits gesehen werden als Nachwirkung des <a href="Kulturschock" title="Kulturschock">Kulturschocks</a>, der sich nach <a href="Napoleon" class="mw-redirect" title="Napoleon">Napoleons</a> <a href="%C3%84gyptische_Expedition" title="Ägyptische Expedition">Invasion Ägyptens</a> einstellte und in den Reformen folgender Herrscher wie <a href="Muhammad_Ali_Pascha" title="Muhammad Ali Pascha">Muhammad Ali Pascha</a> seinen Ausdruck fand. Anderseits steht sie im Zusammenhang mit den institutionellen <a href="Tanzimat" title="Tanzimat">Tanzimat</a>-Reformen im <a href="Osmanisches_Reich" title="Osmanisches Reich">Osmanischen Reich</a> unter dem ersten Gouverneur des <a href="Vil%C3%A2yet_Syrien" title="Vilâyet Syrien">Vilâyet Syriens</a>, Mehmed Rashid Pasha.<sup id="cite_ref-LH23_20-0" class="reference"><a href="#cite_note-LH23-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ihr wichtigstes politisches Produkt war die nationalistische Idee, vor allem der <a href="Panarabismus" title="Panarabismus">Panarabismus</a>, aber auch der syrische Nationalismus, der zur Gründung der <a href="Syrische_Soziale_Nationalistische_Partei" title="Syrische Soziale Nationalistische Partei">Syrischen Sozialen Nationalistischen Partei</a> führte, die für die Gründung eines <a href="Gro%C3%9Fsyrien" title="Großsyrien">Großsyriens</a> eintrat. Die Nahda war von Aufbruch in die Moderne wie von romantischer Verklärung der Geschichte geprägt.
</p><p>Protagonisten der Nahda werden Nahdisten genannt. Die ersten Nahdisten waren ägyptische Muslime wie <a href="Rif%C4%81%CA%BFa_at-Taht%C4%81w%C4%AB" title="Rifāʿa at-Tahtāwī">Rifāʿa at-Tahtāwī</a>. Sie teilten die Überzeugung, islamische Religion und wissenschaftlicher Fortschritt seien miteinander vereinbar. Den Islam erachteten sie als tragfähige Grundlage einer modernen arabischen Gesellschaft, riefen zugleich aber zu einer Erneuerung des Islams im Sinne des Zeitgeistes auf.
Die Reformer der Nahda wehrten sich zugleich gegen den <a href="S%C3%A4kularismus" title="Säkularismus">Säkularismus</a> der Moderne, standen jedoch für die Möglichkeit ein, einen demokratischen Staat auf der Basis eines weiterentwickelten Islams errichten zu können.
</p><p>Die Nahdisten machten den kulturellen Schwung, den westliche Missionare auslösten, für sich fruchtbar. Sie stellten historisch-soziologische Überlegungen an zu einer Ortsbestimmung ihrer Gesellschaft und zur Klärung der Frage, warum die islamische Welt eine andere Entwicklung genommen hat als die westliche.
</p><p>Die Islamreformer der Nahda um <a href="Dschamal_ad-Din_al-Afghani" title="Dschamal ad-Din al-Afghani">Dschamal ad-Din al-Afghani</a> (1838–1897) und <a href="Muhammad_Abduh" title="Muhammad Abduh">Muhammad Abduh</a> (1849–1905) wehrten sich gegen den modernen Säkularismus der Nationalisten, aber auch gegen die Bindung an den Kulturbereich der <a href="Osmanisches_Reich" title="Osmanisches Reich">osmanischen</a> Tradition, die im Laufe der Jahrhunderte die Religion korrumpiert habe. Sie wollten zu einem wahren Islam bzw. zu den Quellen zurückkehren. Sie standen für eine neue, rationale Interpretation des <a href="Koran" title="Koran">Korans</a>. Diese Ideen fanden viele Nachahmer, so z.&nbsp;B. <a href="T%C4%81hir_al-Dschaz%C4%81'ir%C4%AB" title="Tāhir al-Dschazā'irī">Tāhir al-Dschazā'irī</a>, der als „Muhammad Abduh aus Syrien“ bezeichnet wurde.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Strömungen"><span id="Str.C3.B6mungen"></span>Strömungen</h2></div>
<p>Später bildete sich ein anderes Nahda-Modell heraus, welches dazu tendierte, die Religion zugunsten einer <a href="Laizismus" title="Laizismus">laizistischen</a> Orientierung, d.&nbsp;h. einer <a href="Trennung_von_Staat_und_Religion" class="mw-redirect" title="Trennung von Staat und Religion">Trennung von Staat und Religion</a>, auszuklammern, (so <a href="Farah_Antun" title="Farah Antun">Farah Antun</a>) bzw. ihre verbindende Kraft zu minimieren (so <a href="Dschurdsch%C4%AB_Zaid%C4%81n" title="Dschurdschī Zaidān">Dschurdschī Zaidān</a>). Verfechter dieses zweiten Nahda-Modells waren vor allem Christen. Ein „Patron“ der christlichen Vertreter der Nahda-Bewegung war z.&nbsp;B. der am <a href="Syrian_Protestant_College" class="mw-redirect" title="Syrian Protestant College">Syrian Protestant College</a> in <a href="Beirut" title="Beirut">Beirut</a> tätige Missionar Kornelius Van Dyck. <a href="Antun_Sa'ada" title="Antun Sa'ada">Antun Sa'ada</a> und <a href="Michel_Aflaq" title="Michel Aflaq">Michel Aflaq</a> bewirkten eine Umsetzung dieses Modells in ein politisches nationalistisches Programm. Dieses zweite Nahda-Modell setzte sich insofern durch, als sich die nach dem <a href="Erster_Weltkrieg" title="Erster Weltkrieg">Ersten Weltkrieg</a> entstandenen arabischen Länder für eine Aufgabe des <a href="Dhimma" title="Dhimma">Dhimma</a>- und <a href="Millet-System" title="Millet-System">Millet-Systems</a> zugunsten einer zivilrechtlichen Gleichberechtigung all ihrer Bürger entschieden. Ein jüdischer Vertreter der Nahda am Vorbild Zaidāns war der arabischsprachige Schriftsteller <a href="Jitzchak_Schami" title="Jitzchak Schami">Jitzchak Schami</a><sup id="cite_ref-21" class="reference"><a href="#cite_note-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> aus <a href="Hebron" title="Hebron">Hebron</a>.
</p><p>Die Nahda spaltete sich in eine <a href="S%C3%A4kularismus" title="Säkularismus">säkulare</a> und eine <a href="Salafismus" title="Salafismus">salafistische</a> Strömung. Leitfigur der Säkularen war der ägyptische Scheich <a href="%CA%BFAl%C4%AB_%CA%BFAbd_ar-R%C4%81ziq" title="ʿAlī ʿAbd ar-Rāziq">Ali Abdel-Razeq</a> (1888–1966). Er versucht in seinem 1925 erschienenen Buch „Islam und die Grundlagen der Herrschaft“ den Säkularismus islamisch zu begründen.
Leitfigur der Salafisten war der Scheich <a href="Rasch%C4%ABd_Rid%C4%81" title="Raschīd Ridā">Raschīd Ridā</a> (1865–1935). Dieser wandte sich auf der Suche nach einer Lösung für die momentane Stagnation immer stärker der islamischen Frühzeit und der „unverfälschten“ Form von <a href="Koran" title="Koran">Koran</a> und <a href="Sunna" title="Sunna">Sunna</a> zu. Gegen Ende seines Lebens vertrat er fundamentalistische Positionen und forderte die Wiedererrichtung des <a href="Kalifat" title="Kalifat">Kalifats</a>. Damit stehen die Salafisten dem <a href="Wahhabismus" class="mw-redirect" title="Wahhabismus">Wahhabismus</a> nahe.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Rezeption">Rezeption</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Die_Nahda_als_heroischer_oder_tragischer_Moment">Die Nahda als heroischer oder tragischer Moment</h3></div>
<p>Peter Hill fasst den Großteil der Wahrnehmung der Nahda in zwei scheinbar gegensätzlichen Meta-Narrativen zusammen: Die Nahda werde demnach zum einen als „heroisch“ betrachtet, als Gründungsmoment der arabischen Moderne und des arabischen <a href="Nationalismus" title="Nationalismus">Nationalismus</a>; seine Protagonisten werden als Pioniere gesehen, die eine neue Ära einläuteten nach einer langen Phase des Niedergangs unter osmanischer Herrschaft. Zum anderen werde die Nahda als „tragisch“ betrachtet, da die arabischen Intellektuellen und Eliten sich europäischen Ideen untergaben und dabei ihre eigenen arabischen und islamischen Traditionen vernachlässigten, wodurch sie – ob bewusst oder unbewusst – Teil des westlichen Projekts der <a href="Kolonialismus" title="Kolonialismus">Kolonialisierung</a> der arabischen Welt geworden sein.<sup id="cite_ref-22" class="reference"><a href="#cite_note-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Das heroische Narrativ sei zur Zeit von Dschurdschī Zaidān stark verbreitet gewesen und habe sich bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts gehalten. Starke Rezeption habe dieses Narrativ auch durch Schlüsseldarstellungen der Periode erhalten, etwa durch <a href="George_Antonius" title="George Antonius">George Antonius'</a> Buch <i>The Arab Awakening</i> von 1938, die Studie <i>Islamic Society and the West</i> von Hamilton Gibb und Harold Bowen (1950–1957) und durch <a href="Albert_Hourani" title="Albert Hourani">Albert Houranis</a> <i>Arabic Thought in the Liberal Age</i> von 1961. Dieses Narrativ erlebe seit den 1990ern ein neues Hoch, wenn auch weniger unter der Bezeichnung als Nahda, sondern als <i>tanwīr</i> (Aufklärung). Diese Sichtweise spiele auch in der Politik verschiedener arabischer Länder eine Rolle, einige Regierungen nutzten die Idee von <i>tanwīr</i>, um eine Front gegen „unaufgeklärte Islamisten“ zu schmieden. In westlichen akademischen Kreisen habe diese Sicht auf die Nahda seit den 1960ern an Popularität verloren.<sup id="cite_ref-23" class="reference"><a href="#cite_note-23"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Das Narrativ der Nahda als einer Kapitulation vor dem europäischen Kolonialismus hatte ebenfalls bereits während des 19. und 20. Jahrhunderts Vertreter, allerdings weniger unter den Protagonisten der Nahda, als vielmehr unter ihren Kritikern. Als bedeutendster zeitgenössischer Autor, der diese Sicht vertrat, nennt Hill <a href="Rasch%C4%ABd_Rid%C4%81" title="Raschīd Ridā">Raschīd Ridā</a> (1865–1935). Innerhalb der arabischen Welt sei diese Sicht ein zentraler Gedanke des Islamismus geworden. Der ägyptische Journalist und Autor Muhammad Kischk habe in den 1960ern den Gedanken einer „intellektuellen Invasion“ durch den Westen vertreten und populär gemacht.<sup id="cite_ref-24" class="reference"><a href="#cite_note-24"><span class="cite-bracket">[</span>24<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Zweite_und_dritte_Nahda?"><span id="Zweite_und_dritte_Nahda.3F"></span>Zweite und dritte Nahda?</h3></div>
<p>Nach der Niederlage <a href="%C3%84gypten" title="Ägypten">Ägyptens</a>, <a href="Jordanien" title="Jordanien">Jordaniens</a> und <a href="Syrien" title="Syrien">Syriens</a> im <a href="Sechstagekrieg" title="Sechstagekrieg">Sechstagekrieg</a> gegen <a href="Israel" title="Israel">Israel</a> im Jahr 1967 sprachen einige arabische Intellektuelle wie etwa der marokkanischer Historiker Abdallah Laroui von einer „zweiten Nahda“. Elizabeth Suzanne Kassab nennt als Themen dieser zweiten Nahda radikale Kritik und Neuevalulierung der früheren Bemühungen (der ersten Nahda) um Aufklärung und Befreiung. Während es in der (ersten) Nahda um die Frage gegangen sei, warum die Muslime anderen Teilen der Welt hinterherhinkten, konstatiert Kassab als zentrale Frage: Warum blieb die Nahda ein unvollendetes Projekt?<sup id="cite_ref-25" class="reference"><a href="#cite_note-25"><span class="cite-bracket">[</span>25<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Mit dem <a href="Arabischer_Fr%C3%BChling" title="Arabischer Frühling">Arabischen Frühling</a> ab Ende 2010 begann eine erneute öffentliche Diskussion arabischer Intellektueller über die historische Nahda, manche argumentierten, sie müsste wiederbelebt werden.<sup id="cite_ref-26" class="reference"><a href="#cite_note-26"><span class="cite-bracket">[</span>26<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Der libanesische Intellektuelle und Autor <a href="Elias_Khoury" title="Elias Khoury">Elias Khoury</a> veröffentlichte bereits 2002 angesichts der <a href="Terroranschl%C3%A4ge_am_11._September_2001" title="Terroranschläge am 11. September 2001">Terroranschläge des 11. Septembers 2001</a> einen Aufruf für eine dritte Nahda. Die erste und zweite Nahda sah er als gescheitert an.<sup id="cite_ref-27" class="reference"><a href="#cite_note-27"><span class="cite-bracket">[</span>27<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li><a href="Charles_Kurzman" title="Charles Kurzman">Charles Kurzman</a>: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://books.google.de/books?id=o1RwknhNOJsC&amp;lpg=PP1&amp;ots=ZxLiq5aSi-&amp;hl=de&amp;pg=PP1"><i>Modernist Islam, 1840–1940: A Source-Book.</i></a> Oxford University Press, 2002.</li>
<li>Charles Kurzman: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://books.google.de/books?id=4n8HSe9SfXMC&amp;printsec=frontcover&amp;hl=de#v=onepage&amp;q&amp;f=false"><i>Liberal Islam: A Source Book.</i></a> Oxford University Press, 1998.</li>
<li><a href="Albert_Hourani" title="Albert Hourani">Albert Hourani</a>: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://books.google.de/books?id=Wto_ymT5vbQC&amp;lpg=PA408&amp;ots=J4rxAUH3uz&amp;hl=de&amp;pg=PP1"><i>Arabic Thought in the Liberal Age, 1798–1939.</i></a> Cambridge University Press, 1983, ISBN 0-521-27423-0.</li>
<li>Atef Botros (Hrsg.): <i>Der Nahe Osten – ein Teil Europas? Reflektionen zu Raum- und Kulturkonzeptionen im modernen Nahen Osten.</i> (= <i>ex oriente lux.</i> Band 6). Ergon-Verlag, Würzburg 2006, Kap. I, ISBN 3-89913-476-1.</li>
<li>Emad Eldin Shahin: <i>Political Ascent. Contemporary Islamic Movements in North Africa.</i> Westview Press, Boulder, CO 1997, ISBN 0-8133-2775-X.</li>
<li>N. Tomiche: <i>Nahda.</i> In: <i>Encyclopedia of Islam.</i> Band 7, 900a-903b.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li><a href="Isl%C4%81h" title="Islāh">Islāh</a></li>
<li><a href="Liberale_Bewegungen_im_Islam" title="Liberale Bewegungen im Islam">Liberale Bewegungen im Islam</a></li>
<li><a href="Moderne_Islamische_Philosophie" title="Moderne Islamische Philosophie">Moderne Islamische Philosophie</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/islam-lexikon/21634/reformislam">„Reformislam“, ab Ende des 19. Jahrhunderts</a> von Prof. Dr. Stephan Conermann, Orientalistik Universität Bonn.</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.uni-muenster.de/imperia/md/content/crs/ot/kattan_2006_gsco.pdf">Die arabische Nahda – Ein gescheitertes Projekt?</a> (<a href="PDF" class="mw-redirect" title="PDF">PDF</a>; 43&nbsp;kB) von Assaad E. Kattan, Gesellschaft Zum Studium des christlichen Ostens.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
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</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">Hannah Scott Deuchar: <cite style="font-style:italic">"Nahḍa": Mapping a Keyword in Cultural Discourse</cite>. In: <cite style="font-style:italic">Alif: Journal of Comparative Poetics</cite>. <span style="white-space:nowrap">Nr.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>37</span>, 2017, <a href="Internationale_Standardnummer_f%C3%BCr_fortlaufende_Sammelwerke" title="Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke">ISSN</a>&nbsp;<span style="white-space:nowrap"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://zdb-katalog.de/list.xhtml?t=iss%3D%221110-8673%22&amp;key=cql">1110-8673</a></span>, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>53</span>, <a href="JSTOR" title="JSTOR">JSTOR</a>:<a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.jstor.org/stable/26191814">26191814</a>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Ajournal&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Nahda&amp;rft.atitle=%22Nah%E1%B8%8Da%22%3A+Mapping+a+Keyword+in+Cultural+Discourse&amp;rft.au=Hannah+Scott+Deuchar&amp;rft.date=2017&amp;rft.genre=journal&amp;rft.issn=1110-8673&amp;rft.issue=37&amp;rft.jtitle=Alif%3A+Journal+of+Comparative+Poetics&amp;rft.pages=53" style="display:none">&nbsp;</span></span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text">Rainer Brunner: <cite style="font-style:italic">Arabische versus islamische Kultur. Säkularisierung und Salafisierung</cite>. In: Andreas Kaplony (Hrsg.): <cite style="font-style:italic">Geschichte der Arabischen Welt</cite>. C. H. Beck, München 2024, ISBN 978-3-406-82244-5, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>471,&nbsp;477</span>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Nahda&amp;rft.atitle=Arabische+versus+islamische+Kultur.+S%C3%A4kularisierung+und+Salafisierung&amp;rft.au=Rainer+Brunner&amp;rft.btitle=Geschichte+der+Arabischen+Welt&amp;rft.date=2024&amp;rft.genre=book&amp;rft.isbn=9783406822445&amp;rft.pages=471%2C+477&amp;rft.place=M%C3%BCnchen&amp;rft.pub=C.+H.+Beck" style="display:none">&nbsp;</span></span>
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<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text">Georges Corm: <cite style="font-style:italic">Pensée et politique dans le monde arabe. Contextes historiques et problématiques, XIXe-XXI siècle</cite>. Éditions La Découverte, Paris 2016, ISBN 978-2-7071-9233-2, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>158–164</span>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Nahda&amp;rft.au=Georges+Corm&amp;rft.btitle=Pens%C3%A9e+et+politique+dans+le+monde+arabe.+Contextes+historiques+et+probl%C3%A9matiques%2C+XIXe-XXI+si%C3%A8cle&amp;rft.date=2016&amp;rft.genre=book&amp;rft.isbn=9782707192332&amp;rft.pages=158-164&amp;rft.place=Paris&amp;rft.pub=%C3%89ditions+La+D%C3%A9couverte" style="display:none">&nbsp;</span></span>
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<li id="cite_note-:1-5"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-:1_5-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:1_5-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Jens Hanssen, Max Weiss: <cite style="font-style:italic">Introduction. Language, Mind, Freedom and Time: the Modern Arab Intellectual Tradition in Four Words</cite>. In: Jens Hanssen, Max Weiss (Hrsg.): <cite style="font-style:italic">Arabic Thought Beyond the Liberal Age. Towards an Intellectual History of the Nahda</cite>. Cambridge, United Kingdom, Cambridge University Press 2016, ISBN 978-1-107-13633-5, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>2</span>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Nahda&amp;rft.atitle=Introduction.+Language%2C+Mind%2C+Freedom+and+Time%3A+the+Modern+Arab+Intellectual+Tradition+in+Four+Words&amp;rft.au=Jens+Hanssen%2C+Max+Weiss&amp;rft.btitle=Arabic+Thought+Beyond+the+Liberal+Age.+Towards+an+Intellectual+History+of+the+Nahda&amp;rft.date=2016&amp;rft.genre=book&amp;rft.isbn=9781107136335&amp;rft.pages=2&amp;rft.place=Cambridge+University+Press&amp;rft.pub=Cambridge%2C+United+Kingdom" style="display:none">&nbsp;</span></span>
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<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text">Hannah Scott Deuchar: <cite style="font-style:italic">"Nahḍa": Mapping a Keyword in Cultural Discourse</cite>. In: <cite style="font-style:italic">Alif: Journal of Comparative Poetics</cite>. <span style="white-space:nowrap">Nr.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>37</span>, 2017, <a href="Internationale_Standardnummer_f%C3%BCr_fortlaufende_Sammelwerke" title="Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke">ISSN</a>&nbsp;<span style="white-space:nowrap"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://zdb-katalog.de/list.xhtml?t=iss%3D%221110-8673%22&amp;key=cql">1110-8673</a></span>, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>54–60</span>, <a href="JSTOR" title="JSTOR">JSTOR</a>:<a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.jstor.org/stable/26191814">26191814</a>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Ajournal&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Nahda&amp;rft.atitle=%22Nah%E1%B8%8Da%22%3A+Mapping+a+Keyword+in+Cultural+Discourse&amp;rft.au=Hannah+Scott+Deuchar&amp;rft.date=2017&amp;rft.genre=journal&amp;rft.issn=1110-8673&amp;rft.issue=37&amp;rft.jtitle=Alif%3A+Journal+of+Comparative+Poetics&amp;rft.pages=54-60" style="display:none">&nbsp;</span></span>
</li>
<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text">Hannah Scott Deuchar: <cite style="font-style:italic">"Nahḍa": Mapping a Keyword in Cultural Discourse</cite>. In: <cite style="font-style:italic">Alif: Journal of Comparative Poetics</cite>. <span style="white-space:nowrap">Nr.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>37</span>, 2017, <a href="Internationale_Standardnummer_f%C3%BCr_fortlaufende_Sammelwerke" title="Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke">ISSN</a>&nbsp;<span style="white-space:nowrap"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://zdb-katalog.de/list.xhtml?t=iss%3D%221110-8673%22&amp;key=cql">1110-8673</a></span>, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>64–69</span>, <a href="JSTOR" title="JSTOR">JSTOR</a>:<a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.jstor.org/stable/26191814">26191814</a>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Ajournal&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Nahda&amp;rft.atitle=%22Nah%E1%B8%8Da%22%3A+Mapping+a+Keyword+in+Cultural+Discourse&amp;rft.au=Hannah+Scott+Deuchar&amp;rft.date=2017&amp;rft.genre=journal&amp;rft.issn=1110-8673&amp;rft.issue=37&amp;rft.jtitle=Alif%3A+Journal+of+Comparative+Poetics&amp;rft.pages=64-69" style="display:none">&nbsp;</span></span>
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<li id="cite_note-9"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-9">↑</a></span> <span class="reference-text">Hannah Scott Deuchar: <cite style="font-style:italic">"Nahḍa": Mapping a Keyword in Cultural Discourse</cite>. In: <cite style="font-style:italic">Alif: Journal of Comparative Poetics</cite>. <span style="white-space:nowrap">Nr.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>37</span>, 2017, <a href="Internationale_Standardnummer_f%C3%BCr_fortlaufende_Sammelwerke" title="Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke">ISSN</a>&nbsp;<span style="white-space:nowrap"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://zdb-katalog.de/list.xhtml?t=iss%3D%221110-8673%22&amp;key=cql">1110-8673</a></span>, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>70–73</span>, <a href="JSTOR" title="JSTOR">JSTOR</a>:<a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.jstor.org/stable/26191814">26191814</a>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Ajournal&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Nahda&amp;rft.atitle=%22Nah%E1%B8%8Da%22%3A+Mapping+a+Keyword+in+Cultural+Discourse&amp;rft.au=Hannah+Scott+Deuchar&amp;rft.date=2017&amp;rft.genre=journal&amp;rft.issn=1110-8673&amp;rft.issue=37&amp;rft.jtitle=Alif%3A+Journal+of+Comparative+Poetics&amp;rft.pages=70-73" style="display:none">&nbsp;</span></span>
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<li id="cite_note-10"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-10">↑</a></span> <span class="reference-text">Hannah Scott Deuchar: <cite style="font-style:italic">"Nahḍa": Mapping a Keyword in Cultural Discourse</cite>. In: <cite style="font-style:italic">Alif: Journal of Comparative Poetics</cite>. <span style="white-space:nowrap">Nr.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>37</span>, 2017, <a href="Internationale_Standardnummer_f%C3%BCr_fortlaufende_Sammelwerke" title="Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke">ISSN</a>&nbsp;<span style="white-space:nowrap"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://zdb-katalog.de/list.xhtml?t=iss%3D%221110-8673%22&amp;key=cql">1110-8673</a></span>, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>79</span>, <span style="white-space:nowrap">Fußnote 16</span>, <a href="JSTOR" title="JSTOR">JSTOR</a>:<a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.jstor.org/stable/26191814">26191814</a>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Ajournal&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Nahda&amp;rft.atitle=%22Nah%E1%B8%8Da%22%3A+Mapping+a+Keyword+in+Cultural+Discourse&amp;rft.au=Hannah+Scott+Deuchar&amp;rft.date=2017&amp;rft.genre=journal&amp;rft.issn=1110-8673&amp;rft.issue=37&amp;rft.jtitle=Alif%3A+Journal+of+Comparative+Poetics&amp;rft.pages=79" style="display:none">&nbsp;</span></span>
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